Kuhstall

Eine Kuh macht Muh – Viele Kühe machen Mühe.

Mitten in der Hofgemeinschaft Heggelbach halten wir gut 45 Kühe, einen Stier und deren Nachkommen. Es sind Braunviehkühe, sie sind wunderschön  und geben für die Käserei die beste Milch. Außerdem helfen uns die Kühe mit ihrem Mist die Bodenfruchtbarkeit zu sichern und ein gesundes Wachstum der Pflanzen zu ermöglichen. Also Kühe machen noch viel mehr als Mühe. Sie sind der Grundstein einer fruchtbaren Erde.

Der Kuhstall im Panorama - Vielen Dank an Isabel HuberVergrößern

Sommer

Unsere Kühe sind von April bis November jeden Tag auf der Weide, wo sie sich ihr Futter selber suchen dürfen. Abends, wenn sie wieder in den Stall kommen, verwöhnen wir sie mit Kleegras welches eine gute Vorfrucht im Ackerbau ist.

Winter

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Im Winter bekommen die Kühe nur Heu und keine Silage. Nur so ist es möglich, den guten Heggelbacher Alpkäse herzustellen. In dieser Zeit gehen sie nicht auf die Weide, dafür sind sie in ihrem Laufstall gut aufgehoben. Dort haben Sie einen trockenen Schlafplatz und alles was ein Kuhherz begehrt: eine Bürste zur Fellpflege, mehrere Tränkebecken, eine Heuraufe mit Heu zur gefälligen Bedienung, Salzsteine zum Lecken und eine wunderbare Aussicht ins Hegau.

Kraftfutterfreie Fütterung

Unsere Kühe werden ausschließlich mit Grundfutter d.h. mit Gras, Klee… und Heu gefüttert. Sie bekommen keine Getreide oder Eiweißschrote. Wir wollen hier Tiere züchten, die Experten in Sachen Verdauung sind. Kühe, als Wiederkäuer mit ihren Vormägen sind auf die Verdauung von Gras und Grünlandpflanzen spezialisiert, diese Eigenschaften wollen wir fördern und nicht die Verdauung von Getreide, welches ebensogut direkt in der menschlichen Ernährung eingesetzt werden kann. Diese Fütterung wurde 3 Jahre lang von dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) in der Schweiz, mit dem Projekt “Feed no Food” (FNF) begleitet.

Melkzeit

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Morgens ab 6 Uhr und abends ab halb 5 werden die Kühe gemolken. Dazu treiben wir sie alle auf den Laufhof, von dem sie dann nach und nach zu uns zum Melken in den Melkstand kommen. Die Milch wird in einem großen Tank gesammelt und gekühlt, so daß für unsere Käserei eine ausreichende Menge Milch zur Käseherstellung da ist.

Kälber

Nach dem Melken versorgen wir die Kälber mit der Milch von ihren Müttern. Ein Kalb trinkt am Tag 6 bis 8 Liter Muttermilch. Noch besser ist natürlich die Milch direkt aus dem Euter der Mutter. Deshalb dürfen die Kälber bei uns ungefähr eine Woche bei ihren Müttern sein und sich dort verwöhnen lassen. Wir freuen uns, dass wir nun Platz haben, um ca 7 Kälber gleichzeitig bei drei Ammenkühen trinken zu lassen. Die Truppe darf auch zusammen auf die Weide und so lernen die Kälber alles was eine Kuh können muß.

Nachzucht

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Nach drei Monaten Milchfütterung im Kälberstall, kommen die Kälber in den Kuhstall, zu ihren größeren Halbgeschwistern. Dort können sie sich an das Futter gewöhnen, das hier in und um Heggelbach wächst. Jedes Jahr heben wir 6 bis 10 Kuhkälber von besonders freundlichen und leistungsbereiten Tieren auf. Diese Tiere werden später unsere neuen Kühe, um bei Bedarf eine ältere Kuh zu ersetzen. Auch ein bis zwei Stierkälber bleiben pro Jahr bei uns, mit dem Ziel, Tiere die an den Hof angepaßt sind zu züchten.

Alter

Wir legen Wert auf Kühe die ein langes Leben führen können und gleichzeitig ausreichend Milch geben. So sind die ältesten Kühe 15 Jahre alt. Eine davon hat in ihrem Leben schon 63.000 Liter Milch gegeben, mal sehen, wie viel es noch werden. Nach ihrem Leben als Milchkuh machen wir u.a. noch gute Salami und Rinderschinken aus unseren lieben Kühen. Das ist gut so, denn so machen die Kühe uns noch eine letzte Freude.

Ein Sprichwort sagt ja auch: „Was der Bauer nicht kennt, ißt er nicht!“ Und ich finde, es ist wirklich schön zu wissen, was man ißt.

Nun gibt es wieder endlich gute Salami diesmal von unserer lieben Kuh Kjara.